Die Risiken eines automatischen Tores und wie diese vermieden werden können

Sind Sie der Besitzer eines automatischen Tores? Dann sind Sie sich möglicherweise nicht bewusst, dass Sie für die Sicherheit und die Wartung Ihres Tores verantwortlich sind. In diesem Blog erläutern wir Ihnen, welche Risiken Sie mit einem solchen Tor eingehen und wie Sie diese vermeiden können. Auf diese Weise sorgen Sie dafür, dass der Zugang zu Ihrem Gelände jederzeit sicher geregelt ist.

Ein automatisches Schiebetor ist nämlich eine Maschine. So – und das wollten wir Ihnen unumwunden sagen! Sie fragen sich vielleicht, warum das wichtig ist. Der Grund: Diese „Maschine“ unterliegt anderen Gesetzen und Vorschriften als ein manuell betätigtes Tor. Ein automatisches Schiebetor muss die so genannte CE-Kennzeichnung aufweisen, die für Produkte innerhalb der Europäischen Union gilt. Die Regeln haben vor allem den Zweck, Produkte sicherer zu machen.

Wie sicher ist Ihr Tor?
Die CE-Kennzeichnung verpflichtet Hersteller dazu, sichere Tore zu liefern. Aber was genau ist ein sicheres Tor? Und wie sorgen wir dafür? Das fängt bereits bei der Konstruktion des Tores an. Für jede Konstruktion ermittelt ein Hersteller die potenziellen Gefahren anhand von Risikoanalysen. Denken Sie in diesem Zusammenhang an scharfe Kanten oder Teile, an denen man sich verletzten oder sich einklemmen kann. Besteht eine Gefahr, so muss der Hersteller diese bereits bei der Konstruktion weitestgehend ausschließen. Funktionsbestandteile, bei denen das nicht möglich ist, sind vom Hersteller zu schützen; beispielsweise durch Schutzvorrichtungen oder Sicherheitssensoren. Möglicherweise sind trotzdem weitere Restrisiken vorhanden. Dabei muss es sich um annehmbare Risiken handeln, auf die der Hersteller die Benutzer, wie in der Bedienungsanleitung, hinweisen muss.

Zudem müssen wir jeden neuen Tor-Typen von einer unabhängigen Kontrollstelle prüfen lassen. Diese Instanz führt eine Kontrolle in Hinblick auf alle Mindestanforderungen durch, die in der dazugehörigen Produktnorm beschrieben sind. Sie schreibt beispielsweise vor, welche Kraft ein automatisches Schiebetor beim Öffnen und Schließen höchstens ausüben darf. Je nach Land, in dem ein Hersteller tätig ist, gelten zusätzliche Regeln. Ein Hersteller kann auch zusätzliche Teile hinzufügen, die das Produkt noch sicherer machen.

Worin besteht Ihre Verantwortung?
Viele Arbeitgeber sind sich nicht darüber im Klaren, dass die CE-Zertifizierung auch für sie gilt. Wenn Sie ein automatisches Schiebetor einbauen lassen, sind Sie gesetzlich verpflichtet, ein CE-zertifiziertes Produkt zu erwerben. Wenn das Tor Sachschäden oder Verletzungen verursacht, liegt es in der Verantwortung des Eigentümers, nachzuweisen, dass das Tor allen Vorschriften entspricht und ordnungsgemäß funktioniert. Ist das nicht möglich? Dann laufen Sie Gefahr, haftbar gemacht zu werden und dass Ihre Versicherung nicht für den Schaden aufkommt. Neben diesem Risiko, besteht auch die Gefahr, dass Ihre Geschäftsprozesse stagnieren. Nachstehend haben wir für Sie mögliche Risiken aufgelistet.

1. Mangelhafte Wartung
Eine Maschine besteht aus Hunderten von Komponenten, die Sie regelmäßig überprüfen und warten (lassen) müssen. Nur so können Sie dafür sorgen, dass Ihr Schiebetor weiterhin optimal funktioniert und Sie die Sicherheit der Anlage gewährleisten können. In mehreren europäischen Ländern ist es sogar Pflicht, die Maschine (halb)jährlich testen zu lassen und zu beurteilen, ob die Anlage noch sicher funktioniert. In Deutschland ist der Wartungszyklus vom Hersteller vorgegeben und muss seitens des Betreibers eingehalten werden.

2. Änderungen seitens Dritter
Lassen Sie das automatische Schiebetor von einer anderen Firma als der Ihres Herstellers oder Lieferanten warten? Dabei kommt es regelmäßig vor, dass Elemente ohne gründliche Analyse entfernt, angebracht oder ausgetauscht werden. Änderungen durch Dritte können zu einem unsicheren Tor und einer ungültigen CE-Kennzeichnung führen. Bitten Sie Ihren Wartungsbetrieb, Änderungen am Tor zu registrieren und gegebenenfalls zusätzliche CE-Zertifikate vorzulegen.

3. Veränderte Situationen rund um das Tor
Bei der Montage Ihres Tores passt der Monteur die Sicherheitsvorrichtungen an die Situation rund um das Tor an. Dazu gehören Begrünung, Gebäude, Zäune und andere Sicherheitsmaßnahmen. Wenn sich die Umweltsituation ändert, besteht die Gefahr, dass Ihr automatisches Schiebetor nicht mehr sicher genug ist und zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.

Was können Sie selbst tun?
Als Besitzer bzw. Betreiber können Sie eine Reihe von Maßnahmen selbst durchführen, die den Ausfall Ihres Tores verhindern. Wir möchten dabei jedoch betonen, dass ein automatisches Schiebetor eine komplexe Anlage mit zahlreichen beweglichen Komponenten und Netzspannung ist. Daran sollten Sie vor allem nicht selbst herumbasteln. Sie können jedoch den Bereich, in dem sich der Flügel bewegt, frei und sauber halten. Denken Sie daran, die Begrünung um das Tor herum zu pflegen oder die Schienen des Tores zu reinigen, damit Fehlfunktionen vermieden werden können. Bitte lesen Sie sich dazu die beigefügte Bedienungsanleitung durch, die Ihnen genau erklärt, was Sie tun und was Sie nicht tun sollten.

Für die richtige und vorschriftsmäßige Wartung empfehlen wir Ihnen, einen Fachmann hinzuzuziehen, der Ihre Maschine mindestens einmal im Jahr überprüft. Beauftragen Sie dazu eine Firma, die Erfahrung mit Ihrer Anlage hat und die Lebensdauer Ihrer Maschine gewährleistet. Auf diese Weise beugen Sie nicht nur negativen Vorfällen vor, sondern erhöhen auch die Sicherheit Ihres Geländes. Bei Heras arbeiten wir nur mit qualifizierten Monteuren zusammen, Spezialisten auf dem Gebiet der Wartung.

Ist es schon länger her, dass Sie eine Wartung haben durchführen lassen? Wenn ja, dann lassen Sie die Sicherheit Ihres Tores jetzt kontrollieren und melden Sie sich: www.heras.de/service