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Von einem traditionellen, vorratsbezogenen zu einem auftragsbezogenen Produzenten

Heras hat eine reiche Geschichte. Darauf blicken wir in einer Reihe von Artikeln zurück. Im neunten Teil konzentrierten wir uns auf die Innovationen und die Gründung neuer Geschäftsbereiche. Hier in Teil 10 lesen Sie mehr über die Entstehung der Geschäftseinheiten Heras Bouwhek und Heras Productie.

Von einem traditionellen, vorratsbezogenen zu einem auftragsbezogenen Produzenten

Von einer angemieteten Garagenbox bis hin zu einem Unternehmen mit ausländischen Niederlassungen und neuen Geschäftseinheiten hat sich Heras seit seiner Gründung 1952 zu einem führenden Unternehmen der Zaunsystem-Branche entwickelt. Gründer Frans Ruigrok sieht stets neue Chancen und nutzt diese effektiv zum Ausbau seiner Firma.

Heras ist zunächst eine zentral geführte Organisation. Zu einem gewissen Zeitpunkt werden lokal tätige Montageteams eingesetzt, die stets größer und wichtiger werden. Sie sind besser in der Lage, die Situation vor Ort zu beurteilen als der durchschnittliche Regionalmitarbeiter in Oirschot. Die Aufteilung der Organisation in Regionen ist daher ein logischer Schritt. Die neuen Heras-Filialen in Roosendaal, Leiden, Vianen, Born, Dordrecht, Rijssen und Drachten sorgen gemeinsam mit der Muttergesellschaft in Oirschot für ein explosives Umsatz- und Gewinnwachstum. Eine Zeitlang sind sie recht erfolgreich, haben jedoch auch einen Schwachpunkt. Sie können, was den Umsatz betrifft, nicht so schnell wachsen, weil sie zu wenig Personal haben. 1989 wird entschieden, die Zahl der Betriebe auf sechs größere Einheiten zu reduzieren und im Jahre 1992 wird diese schließlich auf vier reduziert.

Großer Umschwung beim Denken in der Geschichte von Heras

Bis in die späten 1980er Jahre ist die Produktion ein stark dominierender Bestandteil bei Heras. Das führt jedoch dazu, dass die Erfüllung der vom Markt gestellten Anforderungen bei Heras gefährdet wird. Heras-Mitarbeiter Henk Bouwmans erinnert sich: „Bei der Festlegung des Mindestvorrats hat der Bedarf ‚stets genügend auf Lager haben zu wollen‘, gegenüber dem tatsächlichen Bedarf, Priorität. Auch sind die Methoden zur Regulierung dieses Güterstroms sehr begrenzt.“ 1990 ist dann die Zeit reif, und man entscheidet sich für eine neue Vorgehensweise. Heras Productie wird von einem traditionellen, vorratsbezogen produzierenden Betrieb zu einem modernen Unternehmen, das ausschließlich auf der Grundlage von Bestellungen (auftragsbezogen) produziert. Das bedeutet eine völlig neue Arbeitsweise und die Einführung eines Logistiksteuerungspakets. „Bis dahin wurde die Automatisierung ausschließlich zu administrativen und kaufmännischen Zwecken eingesetzt“, sagt Ton van den Besselaar, Leiter der Automatisierung. „Es bedeutete einen großen Umschwung beim Denken und erforderte eine Menge Anleitung und Schulung.“

Neuer Bauzaun-Typus

Heras Bouwhek erblickt das Licht der Welt, als Ruigrok ein neuartiges Zaunsystem zur Sicherung von Baustellen auf den Markt bringt. Die Baustahlmatten, die an (häufig baufälligen) Holzpfosten befestigt sind, die man zu der Zeit auf jeder Baustelle sehen kann, bieten keinen ausreichenden Schutz. Immer häufiger werden Baustoffe gestohlen und besuchen Anwohner und andere ‚Interessenten‘ zu Zeit und Unzeit die Baustelle. Dies führt zu unsicheren Situationen. Ruigrok konzipiert ein 2 Meter hohes und 3,5 Meter breites Element mit Draht dazwischen. Mit dem eigenen Betonwerk ist die Herstellung eines Betonfundaments für diese Zäune ein Kinderspiel. Dieser neue Bauzaun ist nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in vielen europäischen Ländern ein großer Erfolg. Heras Bouwhek leistet einen wesentlichen Beitrag zur Rentabilität und zum Image des Heras-Namens auf dem niederländischen und europäischen Markt. 1999 wird Heras Bouwhek zu einer echten Geschäftseinheit und wird unter dem Namen Mobile Fencing weitergeführt.