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Die Heras-Geschichte: Gründer Frans Ruigrok tritt zurück

Die Heras-Geschichte im Rampenlicht: Teil 6

Heras hat eine reiche Geschichte. Darauf blicken wir in einer Reihe von Artikeln zurück. Im fünften Teil ging es um den Umzug nach Oirschot und wie es dem Unternehmen gelang, Fachleute an sich zu binden. Im sechsten Teil geht Gründer Frans Ruigrok in den Ruhestand und bricht ein neues Zeitalter an.

Heras-Gründer reicht den Stab weiter

Heras zieht 1966 nach Oirschot um und lässt sich an einem strategischen Standort mit günstiger Lage zu Land und zu Wasser nieder. Das Unternehmen ist im Aufwind, aber die richtigen Fachkräfte zu finden, bleibt weiterhin schwierig. Heras-Gründer Frans Ruigrok ist jedoch äußerst erfinderisch. Nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Subunternehmern kommt ihm die Idee, die Montageteams zu verselbständigen. Sie arbeiten auf eigene Rechnung, wohl aber unter der Heras-Flagge.

Pioniere wie Frans Ruigrok haben eine Reihe von Eigenschaften. Sie haben Mut und Charakter, trotzen allen Stürmen, vor allem jedoch drücken sie Unternehmen ihren Stempel auf. In den meisten Fällen ist es nicht einfach, ihre Nachfolge anzutreten. Im Gegensatz zu vielen Firmengründern erkennt Ruigrok, dass es im Leben nicht nur ums Arbeiten geht. Obwohl es noch lange nicht soweit ist, beschließt er, dass er sich im Alter von 60 Jahren aus dem Geschäftsleben zurückziehen will. Aber es gibt noch einen anderen Grund. Ihm ist aufgefallen, wie verkrampft ältere Arbeitnehmer auf die Arbeitsbedingungen reagieren. Er findet, dass man mit der Zeit gehen muss, und fragt sich, ob man das noch kann, wenn man zu den Älteren gehört. 1975 lässt er in der Unternehmenssatzung festlegen, dass Direktoren im Alter von 55 Jahren aus dem Amt ausscheiden müssen.

Stolz auf das Unternehmen

Hugo Groeneveld tritt 1989 die Nachfolge von Frans Ruigrok an. Was Groeneveld vorfindet, ist nicht nur ein blühendes Unternehmen, sondern auch ein faszinierendes Unternehmen. Er erkennt, dass es Ruigrok war, der das „Kind“ zum Leben erweckt hat und dass er natürlich gern erleben will, wie es groß wird. Die Anteilnahme des Gründers ist großartig, wobei Groeneveld nicht das Gefühl hat, dass Ruigrok ihm über die Schulter schaut. Pioniere zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie ihr großes Engagement für das Unternehmen und das Produkt an die Mitarbeiter weitergeben – wir nennen es das so genannte Heras-Feeling. Die Männer der ersten Stunde kennen das Gefühl wie kein anderer. Der Stolz auf das, was sie geleistet haben, ist eine Art Eitelkeit, beispielsweise auch dann, wenn sie an einem Produkt vorbeigehen, an dem sie vor Jahren selbst mitgebaut haben. Der Außendienstmitarbeiter Marinus van de Boogaard sagt es so: „Ich hasse Werbung, aber ich hatte nie Probleme damit, den Heras-Arbeitsanzug anzuziehen. Wir stellen ein solides und gutes Produkt her und müssen deshalb selbst auch so aussehen. Ginge es nach mir, könnte der Name Heras nicht groß genug auf dem Blaumann-Rücken prangen.“

Praktische Erfahrungen beim Kunden

Wer am Heras-Produktionsprozess beteiligt sein will, muss auch miterleben, wie es vor Ort aussieht. Wenn eine Person ihre Arbeit bei Heras aufnimmt, erhält sie zunächst eine Führung durch die verschiedenen Abteilungen. Der/die neue Mitarbeiter(in) wird danach mit einem Montageteam ausgesandt, um aus der Nähe mitzuerleben, wie das Zaunsystem beim Kunden errichtet wird. Für Menschen, die es gewohnt sind, mit ihren Händen zu arbeiten, ist das kein (großes) Problem, aber die meisten neuen Mitarbeiter kommen erschöpft und mit den Händen voller Blasen zurück. Und das gilt auch für die Damen.